| Die Krankheit |
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Aufgaben der Dialyse Die Dialyse - oft auch als künstliche Niere bezeichnet - übernimmt die wichtigste Aufgabe der Nieren - das Herausfiltern der giftigen Stoffe aus dem Blut. Allerdings können nicht alle Stoffe ausgefiltert werden, sodass es neben der Dialyse extrem wichtig ist, eine strenge Diät einzuhalten. Darüberhinaus muss stark auf die Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden. Da die Nieren vermehrt nicht mehr in der Lage sind, Wasser aus dem Blut zu filtern, wird nicht mehr genügend Flüssigkeit vom Körper ausgeschieden. Da während der Dialyse nur eine begrenzte Menge Flüssigkeit dem Blut entzogen werden kann, ohne den Kreislauf zu belasten, darf nur noch sehr wenig Flüssigkeit aufgenommen werden. Was bringt die Dialyse? Der fortschreitende Untergang von Nierengewebe führt zur chronischen Niereninsuffizienz. Folgen daraus sind ein Anstieg von Giftstoffen, z.B. Harnstoff, Harnsäure und Kreatinin im Blut und eine Übersäuerung des Körpers. Um ein unnötiges Ansteigen der Giftstoffe im Stoffwechsel zu vermeiden und die erkrankte Niere zu entlasten, muss vom Arzt zunächst eine Ernährungstherapie festgelegt werden. Wie diese aussieht, hängt in erste Linie vom Stadium der Krankheit ab. Dabei ist wichtig zu wissen, dass die Erkrankung - wenn sie einmal in einem chronischen Stadium ist - nicht mehr aufgehalten werden kann, die Verschlechterung kann höchstens verzögert werden. Am Ende steht immer die Dialyse. Von einer chronischen Niereninsuffizienz wird gesprochen, wenn es zu einer dauernden Erhöhung der harnpflichtigen Substanzen kommt und die Filterleistung der Niere unter 30 ml in der Minute liegt. Der Grad der niereneinschränkung lässt sich über die Kreatininclearance feststellen .Transplantation Die einzige Alternative Behandlung der terminalen Niereninsuffizienz zu den extra- und intrakorporalen Verfahren der Dialyse stellt die Nierentransplantation dar. Dabei unterscheidet man zwei Möglichkeiten der Transplantation: die Lebendnierenspende und die Fremdorganübertragung (Leichenspende). Die Lebendnierenspende erfolgt in Deutschland nur noch sehr selten. Die rechtlichen Bedingungen hierfür sind sehr streng. So muss der Spender mit dem Empfänger in einem Verwandschaftsverhältnis ersten Grades geben. D.h., es ist nur eine Spende unter Geschwistern sowie Eltern und Kindern möglich. Handel mit Organen ist in Deutschland verboten. In der Regel erfolgt die Fremdorganübertragung. Sie setzt den Hirntod des Spenders ebenso voraus, wie die Zustimmung der nächsten Angehörigen. Hat der Verstorbene zu Lebzeiten seine Bereitschaft zur Organspende erklärt (etwa durch das Ausfüllen eines Organspenderausweises), so entfällt (bei Volljährigen Spendern) die Zustimmung der Angehörigen. Der Hirntod muss von zwei unabhängigen - nicht mit der Organspende in Zusammenhang stehenden - Ärzten festgestellt werden. Es passiert nicht, dass ein noch lebender Patient zum Spender wird. Mit Hilfe der Gerätemedizin können lediglich die Körperfunktionen erhalten werden. Dies ist nötig, damit die Organe weiterhin durchblutet werden! Auskunft zum Spenderausweis erhält man beim Arbeitskreis Organspende. |

